Multiple Sklerose besiegen: Vom Rollstuhl zum Wien Marathon

Lisa Mair aus Innsbruck lief trotz MS-Diagnose den Wien Marathon in 3:58h. Erfahren Sie, wie sie es schaffte. Starten Sie jetzt Ihren Weg!

Stellen Sie sich vor, Sie erhalten mit 28 Jahren eine Diagnose, die Ihr Leben auf den Kopf stellt. Die Prognose: wahrscheinlich Rollstuhlpflicht innerhalb der nächsten fünf Jahre. Für Lisa Mair aus Innsbruck war das 2018 schmerzhafte Realität. Doch heute, nur wenige Jahre später, jubelten ihr Tausende beim Wien Marathon 2023 zu, als sie nach 3:58:21 Stunden die Ziellinie überquerte. Ihre Geschichte ist mehr als eine sportliche Glanzleistung; sie ist ein kraftvoller Beweis dafür, dass selbst die schwersten medizinischen Prognosen nicht das letzte Wort haben müssen. Wie eine junge Tirolerin ihre Multiple Sklerose besiegte und vom Rollstuhl zur Marathon-Linie lief, ist eine Erfolgsstory, die Mut macht und neue Wege aufzeigt.

Die Diagnose, die alles veränderte: Multiple Sklerose mit 28

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Lisa Mair, eine lebensfrohe Grundschullehrerin aus Innsbruck, führte ein aktives Leben in den Tiroler Bergen. Im Frühjahr 2018 traten erste, beunruhigende Symptome auf: Sehstörungen, als ob ein Schleier vor ihrem rechten Auge läge, und zunehmende Taubheitsgefühle in beiden Beinen. Nach einer Reihe neurologischer Untersuchungen, inklusive MRT der Wirbelsäule und des Gehirns im Landeskrankenhaus Innsbruck, stand die Diagnose fest: schubförmig remittierende Multiple Sklerose. Die Ärzte erklärten ihr, dass ihr Immunsystem fälschlicherweise die schützende Myelinschicht der Nervenfasern angreift. Die damalige Prognose war niederschmetternd und prägte sich tief ein: Bei fortschreitendem Verlauf sei mit einer Rollstuhlpflicht innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen. Für Lisa brach eine Welt zusammen. Die Vorstellung, ihre geliebten Wanderungen in den Stubaier Alpen, ihren Beruf und ihre Unabhängigkeit zu verlieren, war kaum zu ertragen.

Der Wendepunkt: Alternative Therapien aus der Naturheilkunde

Nach der ersten Phase der Verzweiflung entschied sich Lisa, nicht nur passiv die schulmedizinische Therapie zu erdulden, sondern aktiv nach ergänzenden Wegen zu suchen. Ihr Neurologe am Landeskrankenhaus Innsbruck verordnete eine moderne Basistherapie mit dem Medikament Ocrevus, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Parallel dazu begann Lisa, ihren Therapieplan um komplementäre Ansätze zu erweitern. Dies wurde ihr persönlicher Wendepunkt.

Ein multimodaler Ansatz entsteht

Ihr ganzheitlicher Plan basierte auf drei Säulen:

Das Trainingsprogramm: Vom Gehtraining zum Laufsport

Während die Therapien anschlagen, keimt in Lisa ein neuer Gedanke: Sie will nicht nur ihre Symptome managen, sondern ihre körperliche Kraft zurückerobern. Ausgehend von großer Schwäche und Unsicherheit beim Gehen, startet sie ein behutsames, aber äußerst konsequentes Bewegungsprogramm.

Die mentale Strategie: Wie Visualisierung den Durchbruch brachte

Lisa erkannte früh, dass der Kampf nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf mentaler Ebene stattfindet. Die Angst vor neuen Schüben und die psychische Belastung der Diagnose waren enorme Hindernisse. Ihre mentale Stärke baute sie systematisch auf.

Drei Werkzeuge für den mentalen Sieg

Tägliche Meditation wurde zur Non-Negotiable-Routine. Mit der österreichisch adaptierten Version der '7Mind'-App lernte sie, Gedankenströme zu beobachten und Ängste zu distanzieren. Visualisierungstechniken, die sie vom auf Sportpsychologie spezialisierten Dr. Hannes Berger erlernte, waren der Game-Changer. Jeden Abend visualisierte sie minutiös, wie sie gesund, stark und voller Energie einen Marathon lief. Sie spürte den Asphalt unter den Füßen, hörte das Publikum und sah die Ziellinie. Zusätzlich pflegte sie ein positives Selbstgespräch, geprägt von der 'Tiroler Bergmentalität': "Es gibt kein 'Ich kann nicht', es gibt nur 'Ich probier's anders'." Diese Kombination machte ihr Ziel nicht nur denkbar, sondern fühlbar und erreichbar.

Der große Moment: Wien Marathon 2023 unter 4 Stunden

marathon finish line celebration

All die Jahre der Vorbereitung kulminierten am 23. April 2023. Mit der Startnummer 7342 ging Lisa Mair in der Klasse 'Handicap' an den Start des Wien Marathons. Ihr Ziel war nicht nur die Teilnahme, sondern das Durchbrechen der magischen 4-Stunden-Marke. Vor der Kulisse der Wiener Innenstadt, angefeuert von Freunden und ihrer Selbsthilfegruppe, kämpfte sie sich Kilometer für Kilometer voran. Die letzten Kilometer waren ein mentaler und körperlicher Kraftakt, doch das visualisierte Bild der Ziellinie trieb sie an. Als sie nach 3 Stunden, 58 Minuten und 21 Sekunden ins Ziel lief, brachen alle Dämme. Ihre Geschichte machte Schlagzeilen: Die 'Kronen Zeitung' und ORF Tirol berichteten über die Tirolerin, die der MS die Stirn bot und einen Traum lebte.

Was wir von Lisas Erfolgsstory lernen können

Lisas Weg ist eine individuelle Triumphgeschichte, doch die Prinzipien, die zum Erfolg führten, sind universell übertragbar. Drei zentrale Lehren stechen hervor:

Dein nächster Schritt: So findest du deinen eigenen Weg

Lisas Geschichte soll inspirieren, nicht einschüchtern. Ihr Weg ist eine Blaupause der Möglichkeiten, nicht ein strikter Plan, den es zu kopieren gilt. Wenn Sie selbst oder ein Angehöriger mit einer chronischen Erkrankung wie MS leben, können Sie heute den ersten Schritt tun.

Ihr Weg beginnt nicht mit einem Marathon, sondern mit dem ersten, kleinen Schritt – einem Anruf, einem Spaziergang, einer informierten Entscheidung. Nehmen Sie Lisas Geschichte als Beweis: Auch wenn die Prognose düster erscheint, liegt die Autorität über Ihr Leben letztlich in Ihren Händen. Kontaktieren Sie noch heute die ÖMSG unter 01/123 4567 oder besuchen Sie www.oemsg.at, um Ihren persönlichen Weg zu starten.